Alles über Reisen in Ägypten – Hinweise für Taucher

Greifen Sie nie in Löcher oder Spalten beim Tauchen, dort könnte eine Muräne sitzen, die das als massiven Angriff wertet. Handschuhe sind ein empfehlenswerter Schutz, am besten Waschleder-Handschuhe. Nehmen Sie ein Paar Turnschuhe mit, wenn Sie ohne Flossen schwimmen und nicht tauchen wollen. Werfen Sie keinen Abfall bei Tauchsafaris ins Rotes Meer. Im Gegenteil, bringen Sie Abfälle, die Sidiver-666728_960_720e entdecken, mit heraus.

Die Schönheit des Korallenriffes ist auf einer Tauchsafari in Ägypten leider mit ein paar Gefahren verbunden, die von einigen dort lebenden Tieren ausgehen. Allerdings verhalten sich grundsätzlich fast alle diese Tiere defensiv und greifen (bis auf Haie) nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Die einfachste Regel: Nichts im oder unter Wasser anfassen, im Wasser, vor allem an seichten Stellen, möglichst stets auf Sand gehen.

Damit man den gefährlichen Tieren aus dem Weg gehen kann, hier ein Überblick.

Steinfisch

Erkennungsmerkmale: Das Maul der Steinfische ist stark hochgezogen, die Augen sitzen sehr hoch am Kopf und liegen eng nebeneinander. Die Fische sind meist grünlich-grau bis rotbraun oder hellgrau und braun gefleckt. Sie sehen aus wie ein algiger Stein und bewohnen Flachwasser, Gezeiten-Tümpel oder sitzen zwischen Korallen.

Der Steinfisch ist der gefährlichste Giftfisch an der Küste. Er liegt für das ungeübte Auge schlecht sichtbar bereits im knietiefen Wasser, lauert nahezu vollkommen getarnt auf seine Beute und flieht bei Annäherung nicht oder selten. Beim Überqueren der Riffplatte kann man auf ihn treten oder ihn als Schnorchler berühren. Seine Rücken- und Analflossen sind mit starken Giftstrahlern bewehrt, die einen dünnen Badeschuh durchdringen können. Allerdings ist die Rückenflosse meist angeklappt, so dass er beim Drauftreten offenbar nicht stechen kann (was die sehr geringe Zahl von Unfällen erklären mag). Die Vergiftung ist äußerst schmerzhaft, die Einstichstelle brennt und schwillt stark an, einige Betroffene werden vor Schmerz bewusstlos. Das Gift ruft neben schweren Lähmungen (Atemlähmung) Herz- Kreislaufversagen hervor, etwa 30 % der Unfälle verlaufen tödlich.

dive-15840_960_720ERSTE HILFE: Das aus Proteinen aufgebaute Gift lässt sich mit heißem Wasser denaturieren, das heißt die toxischen Eiweißmoleküle werden durch die Hitze zerstört. Daher die Wunde so schnell wie möglich mit 50 bis 60 Grad heißem Wasser übergießen, besser den betroffenen Körperteil circa eine Stunde im heißen Wasser belassen oder heiße Trockenkompressen (besser verträglich) auflegen, so heiß, wie man es aushält. So schnell wie möglich zum Arzt. Als Notmittel: Schnaps zur Kreislaufstärkung, Aspirin zur „Blutverflüssigung“. Anstelle von Heißwassermethode – angeblich umstritten – wird Cortison und Sauerstoff empfohlen – doch woher nehmen?

Feuerkoralle

Erkennungsmerkmale: ein flacher, regelmäßig verzweigter Kalkfächer von gelb-brauner Farbe mit weißen Enden. Bei Berührung der Koralle werden tausende von Nesselkapseln abgeschossen, die brennenden Schmerz verursachen. Die Berührungsstelle ist meist stark gerötet und schwillt an. In schweren Fällen löst sich die Haut nach einigen Tagen ab, dann besteht Infektionsgefahr. Wiederholte Berührung kann Überempfindlichkeit auslösen, Todesfälle durch Schock und Kreislaufzusammenbruch möglich.

ERSTE HILFE: Der bei der Berührung an der Haut haftende Schleim enthält noch Nesselkapseln, die am besten mit Alkohol abgewaschen werden. Anschließend mit zum Beispiel Solventolsalbe einreiben.