Besonderheiten einer Westerngitarre

Eine Westerngitarre ist eine Akustikgitarre mit sechs Stahlsaiten. Für Anfänger sind Stahlsaiten oft nicht besonders angenehm zu spielen, weil diese sich in die Finger einschneiden, wenn man nicht genug Hornhaut an den Fingerkuppen hat. Abhilfe schafft dabei ein Plektrum, mit dem man gezielt einzelnen Saiten antippen kann aber auch über alle Saiten schlagen kann. Dadurch kommt der ohnehin schon helle und klare Klang der Westerngitarre noch besser zur Geltung.

Unterschied zwischen Westerngitarre und Konzertgitarre

Neben den unterschiedlichen Saiten gibt es noch einige weitere Unterschiede zwischen der klassischen Gitarre und der Westerngitarre. Die klassische Gitarre wurde schon vor mehreren hundert Jahren in Europa entwickelt, während die Westerngitarre erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstand als man nach einer Möglichkeit suchte die Klänge der Gitarre bestmöglich mit der damals aufkommenden Aufnahmetechnik abzubilden. Da das Aufnahmeverfahren mit Hilfe von Magneten stattfand, mussten die Saiten der Westerngitarre ebenfalls aus Metall sein.

Im Gegensatz zu den Nylonsaiten einer Konzertgitarre benötigen die Stahlsaiten ein größere Spannung. Unter dieser Spannung würde der Gitarrenhals irgendwann abknicken. Aus diesem Grund sind im Hals von Westerngitarren Stäbe zur Stabilisierung verbaut.

Die Saiten der Westerngitarre besitzen einen geringeren Abstand untereinander und einen größeren Abstand zum Griffbrett. Das macht es schwierig die Saiten zu greifen und man braucht dafür mehr Erfahrung am Instrument als das beim vergleichbaren klassischen Modell der Fall ist.

Manche Westerngitarre besitzen auch Pick ups. Das sind Tonabnehmer, die akustische Klänge in elektrische Signale umwandeln. Sollten Sie eine Westerngitarre kaufen, die einen Tonabnehmer besitzt, dann können Sie die Gitarre über ein Kabel mit einem Verstärker oder einem Aufnahmegerät verbinden. So ist die Westerngitarre also eine Mischung aus klassischer Gitarre und E-Gitarre.

Hersteller und Musikstile für die Westerngitarre

Die ersten Westerngitarren wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von der US-Amerikanischen Firma Martin hergestellt. Martin gilt als ältester Gitarrenhersteller der Welt und baut vorzugsweise sehr teure Gitarren.

Für Gitarren-Anfänger ist eine Martin nicht unbedingt die erste Wahl, da man sich zu Beginn meist eine günstige Gitarre kaufen will um zu sehen, ob man das Talent, die Leidenschaft und die nötige Disziplin aufbringt das Gitarre spielen auch langfristig zu betreiben. Für Einsteiger gibt es gute und günstige Instrumente wie z.B. eine Stagg Gitarre.

Die hellen und klaren Klänge der Westerngitarre findet man vor allem in der US-Amerikanischen Country-Musik, die ohne diese nicht vorstellbar wäre. Aber auch einige andere Musikstile haben die Westerngitarre in ihr Sortiment aufgenommen. In der Rockmusik bildet die melodische Westerngitarre das Gegenstück zur harten E-Gitarre.